
Eine Reise durch den Indischen Subkontinent
Was ist Indien? Die Schneeberge des Himalaya? Die weißen Sandstrände Keralas? Das Elend der Slums? Bäuerliches Leben und die Farbenpracht Rajasthans? Schuften für einen Hungerlohn in den Fabriken des Subkontinents, Hightechfabriken in Bangalore? Exotische Märkte, atemberaubende Feste...?
Auf der Suche nach den vielen Gesichtern Indiens bereist Kay Maeritz unter teils abenteuerlichen Umständen den Subkontinent, quält sich über hohe Pässe am Sitz der Götter im Himalaya, schauklt in überfüllten Bussen durch die Gangesebene, bereist das Gangesdelta in Bangladesh mit antiken Schaufelraddampfern, reist per Zug zu den riesigen Tempelstädten und High-Tech-Zentren Südindiens und besucht schließlich Sri Lanka, das mit seinen Festen und der landschaftlichen Schönheit einerseits und dem Bürgerkrieg andererseits immer noch eine Insel zwischen Himmel und Hölle ist.
Am Beginn der Reise steht die Umrundung des heiligen Berges Kailash inmitten tibetischer Pilger, den Hindus wie Buddhisten gleichermaßen als Weltenzentrum verehren. Das Ende der Reise an der Südspitze Sri Lankas bildet ein nicht weniger spektakulärer Umzug mit Tausenden von Trommlern und Tänzern und zig beleuchteten Elefanten zu den heiligen Schreinen von Kataragama, zu denen Buddhisten, Hindus und Moslems gleichermaßen pilgern...
Bücher zum Thema von Kay Maeritz:
Indien, Umschau 1993
Siddharthas Traum, Bruckmann, 1999
Indien, Bruckmann, 2001
u.a.
Kailash – Colombo: Auf der Suche nach Indien
Buddhistische Zeremonie in Swayambunath, Kathmadu
Eine Reise durch den Subkontinent
Südlich des Himalayas wartet Indien, eines der fesselndsten Länder der Erde. Hier liegt die Wiege des größten Teils der asiatischer Kunst und Religionen, liegen die heiligen Stätten der Hindus und Buddhisten auf engem Raum beieinander, finden sich überbordende Städte wie Varanasi am Gangesufer, das vielleicht schönste Bauwerk der Welt, das Taj Mahal in Agra, Viehmärkte, die an bunter Exotik nicht zu überbieten sind…
Die Reise durch den Subkontinent beginnt
auf dem Dach der Welt. Vom
Kailash, dem Weltenzentrum und heiligen Berg der Buddhisten und Hindus,
den Kay Maeritz anläßlich einer alle 60 Jahre stattfindenden
Wallfahrt besucht, führt der Weg über Kathmandu nach Indien,
zur Wiege der asiatischen Religionen. Dort Reihen sich die heiligen
Stätten
wie an einer Perlenschnur auf: Varanasi, Indiens bedeutendstes
Pilgerziel,
Bodh Gaya, die Wiege des Buddhismus, Allahabad und die alle 12 Jahre
stattfindende,
unfaßbar große Maha Kumbh Mela, Pushkar mit seinem an
Exotik
nicht zu überbietenden Fest zu Ehren Brahmas, die Sonepur Mela,
wohl
einer der letzten Viehmärkte der Erde, auf dem auch Elefanten
gehandelt
werden und wo sich am heiligen Badetag Elefanten und Menschen gemeinsam
zum Bad im Fluß begeben...
Doch der Norden Indiens entlang des Ganges ist auch die Region, in
der sich Menschen und Probleme drängen. Bihar, einst die Wiege der
ersten großen indischen Reiche, die alte Heimat des Buddhismus,
ist
heute das korrupte Armenhaus Indiens. Und im flußabwärts
gelegenen
Bengalen sieht es nicht viel besser aus, zumal sich die Region nie von
der Teilung erholt hat. Westbegalen und Calcutta leiden darunter, dass
das Hinterland weggebrochen ist, Ostbengalen (das heutige Bangladesh)
hat
sein wirtschaftliches Zentrum verloren. So ist Calcutta, bzw. Kolkata,
ein Brennpunkt der Probleme Indiens. Die Stadt leidet unter der wohl
schlimmsten
Luftverschmutzung der Welt, Menschenmassen drängen sich auf
engstem
Raum und immer mehr verarmte Bauern drängen in die Stadt. Zugleich
ist Calcutta eine Stadt in der das Leben vibriert, ein faszinierendes
Kaleidoskop
menschlichen Lebens und die kulturelle Hauptstadt Indiens.


ehemalige Straßenkinder im Waisenhaus, Calcutta
In Calcutta lerne ich Wolfgang und "seine" Waisenkinder kennen. Seit neun Jahren lebt er in Calcutta, hat hier ein Waisenhaus für obdachlose Straßenkinder aufgebaut, das er mit Hilfe deutscher (u.a.) Spendengelder betreibt. Es ist bewundernswert, wie es ihm gelungen ist, den Kindern die Hoffnung und die Freude am Leben zurück zu geben. (zu seinem Waisenhaus und Förderverein siehe www.Calcutta.de).
Von Calcutta ist es nur eine 2-stündige Zugreise zur Grenze von Bangladesh, dem moslemisch geprägten Teil Bengalens.Doch der Islam hat hier schon die typisch entspannte asiatische Variante angenommen, verschleierte Frauen und religiöse Eiferer sind hier die Ausnahme. Obwohl Bangladesh eines der ärmsten Länder der Welt ist - und das am dichtesten besiedelte Flächenland der Welt -wirkt es auf den ersten Blick weniger gedrängt und mit besser Infrastruktur ausgerüstet als die angrenzenden Gebiete Indiens. Hier macht sich bemerkbar, dass Bangladesh eines der Schwerpunktländer der internationalen Hilfsmassnahmen ist - und das kommunistisch regierte Westbengalen diese, und die damit verbundenen Auflagen, bislang stets abgelehnt hat. Stärker als vom Islam ist Bangladesh vom riesen Ganges- und Brahmaputradelta geprägt. Wasser und Flüsse scheinen zumindest im südlichen Landesteil allgegenwärtig zu sein. Das Boot und nicht Bus oder Bahn, ist das traditionelle Fortbewegungsmittel.
Von Bangladesh und Calcutta führt
die Reise nach Süden, durch
das weitgehend unerschlossene Orissa. Jenseits der Küste liegen
die
waldreichen Berggebiete noch im tiefen Schlummer. Sie sind die Heimat
zahlreicher
Volksstämme, die bis vor kurzem noch in steinzeitlichen Kulturen
lebten,
hier stößt man auf die Spuren der Ureinwohner Indiens.
Über den kargen, felsigen Buckel des Dekkhan-Plateaus geht Fahrt
zur wunderbaren Ruinenstadt Hampi, wo sich die Überreste des
Reiches
von Vijayanagar in einer von riesigen Felskugeln bestimmten Landschaft
finden. Hier im Süden finden sich Vergangenheit und Zukunft
Indiens
dicht beieinander: In Tamil Nadu liegen riesigen
Tempelstätten
die aus einer Epoche stammen, als hier das Herz Asiens lag, als unter
der
Dynastie der Chola die indische Kultur Süd- und Südostasien
beherrschte.
Nur wenige Hundert Kilometer entfernt schlägt in Bangalore das
Herz
der indischen Raumfahrt und High Tech Industrie.
Jenseits der Palk Strait liegt schließlich das tropische Eiland Sri Lanka, idyillisch wie das Paradies, und doch gebeutelt von Bürgerkrieg und Tsunami. Das letzte Ziel der Reise liegt ganz im Süden der Insel. Hier findet jährliche eine spektakuläre Wallfahrt in Kataragama statt. Hindus wie Buddhisten Pilgern gleichermaßen hierher, um in langen Prozessionen, begleitet von Trommlern, Tänzern und Elefanten, zu den heiligen Schreinen zu ziehen.

Morgenwäsche im Fluß, Dakha

Aus mißratenen Backsteinen wird im Süden Bangladeshs Schotter für den Straßenbau gewonnen.

Auf dem Elefantenmarkt in Sonepur, der wohl einer der letzten der Welt ist.

Pilger und Elefanten beim Bad in Sonepur

Chiu Gompa und Kailash; hier beginnt die Pilgerreise duch Indien.

Der Kailash, der heilige Berg der Buddhisten und Hindus (Nordflanke)

Kinder in einem Mali-Dorf, Orissa

Stammeskunst in Chattisghar

Kondfrau auf einem Markt, Orissa

Ein Sadhu trinkt seinen Milchtee,
Hyderabad

Morgenwäsche in den Backwaters, Kerala

Im Süden Indiens liegt Sravanabelagola, ein Pilgerziel der Jain.

Eine Frau spinnt Wolle in den Straßen von Kathmandu, Nepal.

Kap Kormorin an der Südspitze
Indiens nach dem Tsunami, der hier
glücklicherweise keine Menschnleben forderte.

Leben in Sri Lanka

"Magische" Orte in Sri Lanka

Auf der Perahera in Kandy

Gläubige Buddhisten am Bodhi Baum

Die Perahera in Kataragama ist das Ziel von Hindus und Buddhisten.